Status Quo 4

Liebe Freunde, Unterstützer und Ultraleicht-Enthusiasten.

 

Hier nun nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Alles in allem kann man sagen, dass es endlich langsam bergauf geht, auch wenn in der Zwischenzeit neue Kämpfe ausgefochten werden mussten.

 

Mateusz befindet sich im Moment wieder mal in der Uniklinik und wurde dort vor ein paar Tagen operiert. Er hat sich nach langem Überlegen und Abwägen von Für und Wider für eine Lymphadenektomie entschieden. Dies ist eine große Bauch-OP, bei der die vergrößerten Lymphknoten im hinteren Bauchraum, die eventuell noch Tumormetastasen sind, entfernt werden. Diese OP ist ein riesiger Eingriff, da dafür die gesamte Bauchdecke, von der Leiste bis zum Brustbein geöffnet wird und der Darm und weitere Organe zum Teil herausgenommen werden, um an das hintere Lymphsystem heran zu kommen. Es war deshalb keine leichte Entscheidung, zumal Mateusz aufgrund seiner unerklärlichen Gerinnungsstörung als Risikopatient gilt.

 

Zum Glück hat er die OP aber gut überstanden und kämpft nun mit dem alltäglichen Wahnsinn im ‚Uniklinik-Knast’. Er hat natürlich noch starke Schmerzen, die Bauchnarbe ist riesig und wird Wochen brauchen, um zu verheilen.

Allerdings gibt es auch schon einen positiven pathologischen Vorab-Befund der entfernten Lymphknoten: nur totes Krebsgewebe! Das ist wirklich eine gute Nachricht, denn wenn es dabei bleibt, bedeutet dies, dass Mateusz tumorfrei entlassen wird und diese ‚Baustelle’ vorerst erledigt ist!

 

Auch bei den anderen ‚Baustellen’ gibt es Fortschritte: die Durchblutung des rechten Beins hat sich etwas verbessert und die Nekrosen an den Zehen verheilen allmählich. Die Wunde am Stumpf ist seit ein paar Wochen endlich verheilt, allerdings nicht optimal für eine Prothese. Mateusz hat auch bereits eine erste Interimsprothese, die aber noch auf seine schwierige ‚Stumpfsituation’ angepasst werden muss. Die ersten Schritte, die er damit gemacht hat, waren jedenfalls sehr schmerzhaft. Es wird wohl alles noch viel Zeit brauchen, aber immerhin geht es nun voran!

 

Ansonsten fühlen wir uns wohl in unserer neuen Wohnung, wo sich Mateusz entspannt und problemlos mit dem Rollstuhl bewegen kann. Wir haben seit ein paar Wochen auch ein Auto mit Automatikgetriebe, mit dem er zu Ärzten, Läden etc. fährt. Dies war dringend nötig, da das öffentliche Nahverkehrsnetz in Köln in vielen Teilen leider nicht barrierefrei ist.

 

Wir können es deshalb nicht oft genug sagen:

Ohne Euch und Eure Spenden hätten wir weder die Wohnung, noch das Auto finanzieren können, und all die anderen Kosten, die im Zusammenhang mit Mateusz’s Krankheit und seiner neuen Lebenssituation angefallen sind und noch anfallen werden. Danke, danke, danke dafür!

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Kommentare: 1
  • #1

    Andre Doerck (Freitag, 25 November 2016 21:06)

    Wir von "Survival in Deutschland" wünschen Mateusz weiterhin viel Kraft und Gesundheit und hoffen das er eines Tages wieder so Fitt ist das er seine tollen Produkte herstellen und vertreiben kann. Wenn es so weit ist würden wir uns freuen ihm mit ein bisschen Werbung unter die Arme greifen zu können. Wenn es so weit ist kann er sich gerne bei mir melden. Gruß Andre Doerck andre.doerck@googlemail.com