Status Quo 2

Liebe Freunde, Unterstützer und Ultraleicht-Enthusiasten.

 

Hier erneut ein herzliches Dankeschön an Euch alle, die Ihr Mateusz mit Spenden, mit aufmunternden Worten, Gebeten und Genesungswünschen unterstützt! Es ist soviel wert in diesen schweren Zeiten!

 

Wir möchten Euch weiterhin auf dem Laufenden halten, was Mateusz’s momentane Situation betrifft. So gern würden wir Euch mal etwas Positives und Hoffnungsvolles berichten, aber es ist einfach zum Verzweifeln und ein Ende des dramatischen Verlaufs leider lange nicht ab zu sehen.

 

Die Bypass-OP am rechten Bein verlief erfolglos. Der Bypass wurde zwar gelegt, aber hat sich intraoperativ direkt wieder mit Thomben zugesetzt und lies sich auch nach mehrmaligem Spülen nicht mehr öffnen. Der Klinikdirektor, welcher als Koryphäe auf dem Gebiet der Gefäßchirurgie gilt und die OP selbst ausführte, hat in seiner Laufbahn so ein Phänomen noch nicht erlebt. Mateusz hat scheinbar eine äusserst seltene und rätselhafte Blutgerinnungsstörung, die durch die Kombination aus Tumorerkrankung, Cisplatin (Chemotherapie) und Heparin-Unverträglichkeit (HIT II) zustande kommt. Das Beunruhigende daran ist, dass diese Gerinnungsstörung sich theoretisch auch auf lebenswichtige Organe auswirken kann.

 

Mit der Bypass-OP ist nun jedenfalls auch der letzte Versuch gescheitert, die Durchblutung des rechten Beines zu verbessern. Dieser wird nur noch durch Kapillaren versorgt, da es ab Mitte des Unterschenkels keine offenen Arterien mehr gibt. Die Ärzte haben das Bein schon aufgegeben und gesagt, dass Mateusz es über kurz oder lang verlieren wird!

 

Auch für den Stumpf des linken Beins sieht es nicht gut aus. Unglücklicherweise ist Mateusz ein 2. Mal darauf gestürzt – mit der Konsequenz, dass der ganze Stumpf nun extrem schmerzt und sich aus dem ursprünglichen Hämatom eine riesige offene Wunde entwickelt hat, die eine spezielle Wundversorgung erfordert. Auch hier gibt es keine gute Prognose seitens der Ärzte: es kann bis zu einem Jahr dauern, bis die Wunde verheilt und selbst wenn sie verheilt, ist nicht klar, ob er mit dem Stumpf jemals eine Prothese tragen kann. Dann gibt es nur noch eine Lösung: Nachamputation oberhalb des Knies!

 

Mateusz ist seit einer Woche in einer Reha-Klinik in der Eifel. Wir hoffen, dass dort zumindest seine Wunde am Stumpf professionell versorgt wird und er seinen gesamten körperlichen Zustand mittels Physiotherapie etwas stabilisieren kann. Im Moment sieht es leider eher nicht danach aus, da die Klinik scheinbar auf solch einen jungen Patienten mit einer noch dazu sehr komplexen Krankheitsgeschichte nicht eingestellt ist. 

 

Es bleibt uns also nichts Anderes, als weiterhin nicht die Kraft zu verlieren und auf einen kleinen Lichtblick zu hoffen!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Juergen Stein (Freitag, 08 Juli 2016 17:58)

    Hey Mann,
    alles Gute!! Vielleicht nicht ganz 80.000.000 stehen hinter Dir!!!

  • #2

    Christoph (Donnerstag, 28 Juli 2016 00:51)

    Alles Gute!